Fanfarenzug Oßmannstedt - ein Musikzug, der auf 50 erfolgreiche Jahre blickt.



Präsentation der Urkunde von Kaiser Otto 1. - 1. urkundliche Erwähnung des Ortes.



Gedenkstein - zum Fund der Gebeine und Beigaben einer ostgotischen Prinzessin.



Nachbildung des Sühnekreuzes - aus der Oßmannstedter Flur.



Harras- Ritter zu Fuß - ein Adelsgeschlecht, das in Oßmannstedt regierte.



Unser Dichter - Christoph Martin Wieland - mit Familie.



Napoleon und Maria Pawlowna - mit Bezug zur Oßmannstedter Vergangenheit.



Handelswagen auf der Kupferstraße - von Nürnberg nach Mansfeld via Oßmannstedt.



Die Eisenbahn kommt nach Oßmannstedt - seit 1846 Bahnlinie; 1876 Bahnstation.



Pfarrer Gerstung - und die Imkerei in unserer Gemeinde.



Die Witzmann-Orgel - ein wertvolles Kulturgut in unserer Kirche.



Lindenberger Musikanten - ein beliebtes Blasorchester aus Liebstedt.



Das Dreigestirn - die Organisatoren der 1000-Jahrfeier
(Lehrer Ließ; Dr. Starrach; Pfarrer Schulz).



"Zum Bienenschwarm" - Die Kinder der Kindertagesstätte Ulrichshalben.



Schulanfänger von 1947 - 50 Jahre nach der Schulentlassung.



Die Wielandschule früher und heute - Schüler, Lehrer und Schulförderverein.



Vom Arbeitersportbund zum OSV - Sportsektionen in unserer Gemeinde.



Bäuerliches Leben in der Vergangenheit - traditionelle Landwirtschaft vor 50 Jahren.



LPG Nostalgie - vermittelt durch die Agrargenossenschaft Pfiffelbach.



Handwerk einst und jetzt - präsentiert von den Oßmannstedter Handwerkern.



Der Einzelhandel im Ort - vorgestellt vom "Nah und Gut"-Markt Kellner.



Blumen, Weiber und Wein - Sabines Blumenstübchen und Gaststätte "Zum Kuhstall".



Spielleuteverein Apolda



Ehrenwagen - für unsere betagten und verdienstvollen Einwohner.



Die Jagdgesellschaft - und Ihre Jagdhornbläser.



Der Kirmes- und Trachtenverein Oßmannstedt - Pflege alter Traditionen.



Der Saunaklub - Frauen relaxen in der Sauna K. Stiehler.



Schwimmbad Oßmannstedt - seit 1968 in Betrieb; Im NAW entstanden.



DDR-Nostalgie - Erich Honecker und seine Uniformierten.



Das Narrenschiff - der närrische Oßmannstedter Faschingsverein, gegründet 1983.



Der Oßmannstedter Kaninchenzüchterverein - vielseitig und erfolgreich.



Die Strickfrauen - ein Freundeskreis der 40 Jahre besteht.



Die Takoma-Ranch - ein neues Hobby in unserer Gemeinde.



Burschenverein "Teutonia" Ulrichshalben - wiederbelebte Kirmes nach DDR-Verbot.



Oldtimer Fahrzeuge - wie Sie einst unseren Ort belebten.



Ost Traktorenschau - Taktoren, die heute noch in Scheunen/Schuppen schlummern.



Unsere Feuerwehr - einst und jetzt und ihr Feuerwehrverein.







"Azmenstat" feierte - Oßmannstedter Festumzug

OSSMANNSTEDT. Die ganze Gemeinde war am Samstag auf den Beinen - wenn nicht als Teilnehmer am Umzug, dann doch wenigstens als Zuschauer. Zum Höhepunkt der 1050-Jahr-Feier rekonstruierten über 30 Bilder die Geschichte des Wieland-Ortes.Bei blendendem Sommerwetter startete der Umzugstross am Ortsrand von Ulrichshalben und wälzte sich zwei Stunden lang durch die Straßen. Angeführt wurde er vom einheimischen Fanfarenzug, der mit seinem 50. ebenfalls ein Jubiläum feierte, und der Tanzgruppe "Dancing Queens", die als Cheerleader unterwegs waren.Doch dann kam schon die "Hauptdarstellerin" des Tages - oder besser: des Jahres. Die Urkunde von Otto I., auf der der Kaiser "Azmenstat" (Oßmannstedt) und "Libenstete" (Liebstedt) an das adlige Frauenstift und spätere Kloster Quedlinburg übertrug, war auf ein Metallgerüst gespannt - für jedermann lesbar.Einen zweiten historischen Meilenstein bildete der Skelett-Fund einer ostgotischen Prinzessin einschließlich ihrer kostbaren Grabbeigaben. Bei Ausschachtungen wurde das Grab der offenbar hochstehenden Adligen 1965 an der Ilmfurt entdeckt. Ein Gedenkstein aus finnischem Granit auf einem Sockel erinnert jetzt in der Nähe ihres früheren Grabes an die Reisende (TA berichtete).Mit den Harras-Rittern (Foto) zeigte sich das Adelsgeschlecht, das in Oßmannstedt regierte. Der wohl prominenteste Bewohner des Ortes, Christoph Martin Wieland, durfte beim Umzug ebenso wenig fehlen wie Imkervater Pfarrer Ferdinand Gerstung, den der einheimische Imkerverein begleitete. Um die Reihe der Persönlichkeiten zu komplettieren, zogen auch die Organisatoren der 1000-Jahr-Feier, Pfarrer Schulz, Arzt Dr. Starrach und Lehrer Ließ alias Bergschul-Lehrer Rainer Milde, angemessenen Ganges durch das Dorf.Die Wielandschule, Stolz des Ortes, spannte den Bogen von ihren Gründungszeiten 1947 bis heute. Selbst einige Schulanfänger der ersten Stunde marschierten noch mit Zuckertüten ausstaffiert mit.Den größten Teil des Umzuges bestimmte die Landwirtschaft: Vom DrA?§?A?eschflegel, Pferdekutschen und Heuwagen über die legendären Lanz-Bulldogs bis zum modernen High-Tech-Traktor spannten die Akteure der Agrargenossenschaft Pfiffelbach den historischen Bogen. Dem standen auch die Handwerker und Einzelhändler im Ort kaum nach.In der Gegenwart angekommen, präsentierten sich die agilen Vereine - Kirmes- und Trachten-, Burschen-, Sport-, Kaninchenzüchter-, Feuerwehrverein und nicht zuletzt der eigens zum großen Jubiläum wiederbelebte Faschingsverein mit seinem Narrenschiff. Ohne Vereinsstatuten, aber dennoch mit Schwerpunkt Geselligkeit stellten sich Strickfrauen und Saunaklub zur Schau. Letztere sorgten mit gelegentlichen Aufgüssen bei den Zuschauern für Abkühlung.Vielleicht war es symbolisch, dass der Festumzug mit vielen Bildern aus der Vergangenheit, der sich in der Gegenwart durch Oßmannstedt schlängelte, an einem Ort der Zukunft sein Ziel fand - dem Platz, auf dem der lang ersehnte Sportplatz entstehen soll. Dort jedenfalls feierten Groß und Klein noch mit Fanfarenzug, Lindenbergern und vielen kulinarischen Köstlichkeiten bis zum erwarteten nächtlichen Feuerwerk.Noch ist die 1050-Jahr-Feier der Gemeinde aber nicht beendet. So ist seit gestern in der Pfarrscheune die Ausstellung "Altes Handwerk in Oßmannstedt" zu sehen. Zum Tag des offenen Denkmals im September wird es in der Peterskirche wieder eine Lesung von Prof. Jan Philipp Reemtsma geben. Michael HOCK

Quelle: Thüringer-Allgemeine
© Oßmannstedt

Das Bildmaterial wurde von Frank Dziamski
[ pit-business.de ] zur Verfügung gestellt.
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